Work and Travel Vancouver – Erfahrungsbericht von Vanessa und Tim

Vanessa und Tim sind seit einiger Zeit als Work and Traveller in Vancouver unterwegs. In ihrem ersten Bericht auf Canago erzählen sie von ihren Vorbereitungen und ihrer Anfangszeit in der westkanadischen Metropole.

 

Vorbereitungen

Von Zuhause aus haben wir uns lediglich um unser Visum gekümmert, alle anderen persönlichen Unterlagen, wie Versicherung, Kreditkarte, Reisepass, Kopien usw. geordnet, für zwei Wochen eine Unterkunft über Airbnb gebucht und unsere Sitzplätze für den Flug reserviert. Zwei Tage Hostel und eine Betreuung/Beratung von Nicole in Vancouver waren bereits schon vorher in unserem Work and Travel-Paket enthalten.

 

Auf nach Vancouver

Kaum von Familie und Freunde verabschiedet, ging es auch schon los. Von Frankfurt aus, mit zwischendrin sechs Stunden Aufenthalt in Las Vegas, kamen wir dann spät nachts in Vancouver am Flughafen an. Dort stellten uns die Grenzbeamten unser Visum aus, das ab dem Einreisetag ein Jahr lang gültig ist. Es ist nicht erlaubt im Gesundheitswesen, als Kinderaufsicht/Lehrer an Schulen oder in der Landwirtschaft zu arbeiten.

Vom Flughafen aus ging es dann mit dem Taxi Richtung Hostel, das super zentral gelegen ist und von dem aus wir jeden Tag unsere Touren in die Innenstadt starten konnten. Im Hostel angekommen bekamen wir ein Viererzimmer zu zweit zugewiesen, da wir mitten in der Nacht sonst die anderen Bewohner geweckt hätten. Am ersten Tag hatten wir unser Treffen mit Nicole, die uns Tipps für das ‚Überleben‘ in Kanada/Vancouver gegeben und uns bei einer Tour durch die Stadt mit unserer Orientierung geholfen hat.

Nach drei Tagen sind wir in unsere Wohnung gezogen, die wir von zuhause aus über Airbnb gebucht hatten. In einem Häuschen, 30 Min. von Downtown – der Innenstadt – entfernt, konnten wir es uns gemütlich machen. Die Wohnung hat fünf Zimmer, ein Wohnzimmer und eine Küche. Zimmer Nr. 4 konnten wir dann unser neues Zuhause nennen.

Die ersten zehn Tage verbrachten wir mit Sightseeing. Da wir zur Weihnachtszeit ankamen, hatten wir das Glück die wunderschönen bunt geschmückten Parks und Straßen zu sehen. Im Stanley Park oder im VanDusen Botanical Garden wurde man von Lichtern überströmt. Wir haben die Capilano Suspension Bridge besucht, die ebenfalls komplett beleuchtet war, waren bei sonnigem Wetter auf dem Vancouver Lookout und haben somit über die ganze Stadt schauen können.

Nicht nur Weihnachten sondern auch Silvester konnten wir in Kanada erleben. Nach einem gemütlichen Abendessen in einem irischen Restaurant und einem Cocktail in einem Pub, haben wir das neue Jahr mit Blick auf das große Feuerwerk am Coal Harbour begrüßt.

Sicht auf Skyline vom Vancouver Lookout

Organisatorisches, Bewerbungen, Job

In den ersten paar Tagen war es natürlich - neben dem Sightseeing - wichtig, sich um die Sozialversicherungsnummer (SIN), Bankkonto und Sim-Karte zu kümmern. Bis auf ein kleines Problem bei einer der Beantragungen unserer SIN, hat alles geklappt. Leider gab es einen Fehler auf einem unserer Visa; deshalb mussten wir noch einmal zum Flughafen fahren und das Problem von einem Beamten dort beheben zu lassen.

Wenn wir ganz große Langeweile hatten, haben wir uns über Indeed schon bei einigen Jobs beworben. Alles ging schneller als gedacht, nach weniger als zwei Wochen in Vancouver hatten wir ein Jobinterview und konnten sogar schon zwei Stunden später (am gleichen Tag!) dort anfangen zu arbeiten. Tim als Koch und ich als Food Service Clerk bei Urban Fare, einer Mischung aus Restaurant, Grocery Store und Bäckerei, am Coal Harbour.

Die Aufgabe eines Kochs erklärt sich selbst; meine Aufgabe ist/war es Bestellungen aufzunehmen, kleine Gerichte herzurichten, den Gästen das Essen zu bringen, Kaffee zu machen und Kassentätigkeiten zu übernehmen.

Der Coal Habour ist ein beliebtes Ausflugsziel, da man von dort aus nicht nur die tollen Schiffe, riesigen Hochhäuser und Wasserflugzeuge sehen kann, sondern auch einen tollen Blick auf North Vancouver auf der gegenüberliegenden Seite hat.

Um eine zentralere Wohnung haben wir uns nicht intensiv gekümmert, da es schwer ist, für Paare etwas zu finden. Glücklicherweise haben wir uns in unserer Wohnung sehr wohl gefühlt und sogar ein Angebot vom Vermieter für ein größeres Zimmer bekommen.

Somit stand unser Plan fest: 4 Monate Vancouver - arbeiten und ein bis zwei Monate mit einem Auto durch Kanada und Amerika reisen.

 

Ein junges Paar auf einem Schlitten